News|Vom Isotop zum Patienten: Die gesamte Wertschöpfungskette der Radiopharmazie im Überblick

Vom Isotop zum Patienten: Die gesamte Wertschöpfungskette der Radiopharmazie im Überblick

Dresden7. Oktober 2026

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Vier Teilnehmende des Radiopharmacy Forum Dresden 2026 vor einer Sponsorenwand der Veranstaltung.

Wie lassen sich vielversprechende Fortschritte in der radiopharmazeutischen Forschung in die klinische Anwendung überführen?

Beim Radiopharmacy Forum Dresden 2026 diskutierten Fachleute aus Wissenschaft, Industrie, Gesundheitswesen und Politik, welche Technologien, Infrastrukturen und Kooperationen nötig sind, um die Entwicklung von Radiopharmazeutika voranzubringen.

Das Forum fand am 7. und 8. Oktober 2026 am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) statt und brachte Akteure aus der gesamten radiopharmazeutischen Wertschöpfungskette zusammen. Unter dem Motto „From Isotope to Patient – Where the Radiopharmaceutical Value Chain Meets“ standen Herausforderungen im Mittelpunkt, die von der Isotopenproduktion und der Entwicklung neuer Radiopharmazeutika bis hin zur klinischen Anwendung, Regulierung und zum Marktzugang reichen.

Warum die gesamte Wertschöpfungskette entscheidend ist

Radiopharmazeutika eröffnen neue Möglichkeiten für die Präzisionsdiagnostik und die gezielte Behandlung von Krebserkrankungen. Sie kombinieren radioaktive Isotope mit Molekülen, die bestimmte biologische Strukturen gezielt ansteuern. So lassen sich Krankheitsprozesse sichtbar machen oder betroffene Gewebe gezielt bestrahlen.

Doch vielversprechende Forschungsergebnisse allein reichen nicht aus, um neue Ansätze in die medizinische Praxis zu überführen.

Dafür müssen die zuverlässige Versorgung mit Isotopen, spezialisierte Anlagen, die Entwicklung von Radiopharmazeutika, klinische Expertise und regulatorische Prozesse ineinandergreifen. Da viele medizinisch relevante Radionuklide nur eine kurze Halbwertszeit haben, kommt der Abstimmung zwischen Produktion, Verarbeitung und klinischer Anwendung eine besondere Bedeutung zu.

Das Radiopharmacy Forum Dresden bot Gelegenheit, diese eng miteinander verknüpften Herausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten.

Beschleunigertechnologien als Wegbereiter

Teilchenbeschleuniger spielen eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Radionukliden für medizinische Anwendungen. Moderne Forschungsinfrastrukturen bieten darüber hinaus Möglichkeiten, neue Ansätze in der radiopharmazeutischen Forschung zu entwickeln und zu untersuchen.

Die unterschiedlichen Perspektiven auf die Isotopenproduktion, darunter auch die Beiträge von DANTE Fusion und Theraneutronics Technologies, machten einen zentralen Handlungsbedarf deutlich: Europa muss seine Produktionsinfrastruktur auf Basis von Beschleunigertechnologien ausbauen, um die zuverlässige Versorgung mit Radionukliden sicherzustellen.

„Die unterschiedlichen Perspektiven auf die Isotopenproduktion, darunter auch die Beiträge von DANTE Fusion und Theraneutronics Technologies, haben einen klaren Handlungsbedarf aufgezeigt: Europa muss seine Produktionsinfrastruktur auf Basis von Beschleunigertechnologien ausbauen, um die zuverlässige Versorgung mit Radionukliden sicherzustellen“ erklärt Melanie Giebel von Hi-Acts.

Am HZDR ist die Verbindung von Forschungsinfrastruktur und industrieller Anwendung bereits etabliert. Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit der ROTOP Radiopharmacy GmbH, die den Zyklotron TR-Flex zur Herstellung von Iod-123 für diagnostische Anwendungen nutzt.

Solche Kooperationen zeigen, wie bestehende Forschungsinfrastrukturen zu einer zuverlässigen Isotopenversorgung und konkreten medizinischen Anwendungen beitragen können.

Expertise, Infrastruktur und Industrie zusammen bringen

Für Hi-Acts ist die Radiopharmazie ein Bereich, in dem die Verbindung wissenschaftlicher Kompetenzen mit den Anforderungen der Industrie einen konkreten Mehrwert schaffen kann.

Mit Zugang zu beschleunigerbasierten Technologien, spezialisierter Infrastruktur und Expertise aus fünf Helmholtz-Zentren unterstützt Hi-Acts die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die neue Technologien und Anwendungen entwickeln möchten.

Das Radiopharmacy Forum Dresden, das im Zusammenhang mit dem wachsenden Radiopharmazie-Ökosystem nukliD organisiert wurde, unterstrich, wie wichtig es ist, die verschiedenen Akteure zusammenzubringen, um Innovationen in der Radiopharmazie in die klinische Praxis zu überführen.

Vom Isotop bis zur Patientenversorgung: Fortschritte entstehen, wenn die richtigen Kompetenzen zum richtigen Zeitpunkt zusammenkommen.

Kooperationsmöglichkeiten mit Hi-Acts entdecken

Entwickeln Sie Technologien für die Radiopharmazie oder suchen Sie nach spezialisierter Forschungsinfrastruktur und wissenschaftlicher Expertise?

Erfahren Sie, wie Hi-Acts Sie über Hi-Acts Connect mit geeigneten Forschungspartnern und Kompetenzen im Bereich der Beschleunigertechnologien zusammenbringen kann.

Personen im Gespräch
Vier Teilnehmende des Radiopharmacy Forum Dresden 2026 vor einer Sponsorenwand der Veranstaltung.
Personen im Gespräch
Vier Teilnehmende des Radiopharmacy Forum Dresden 2026 vor einer Sponsorenwand der Veranstaltung.
Personen im Gespräch
Vier Teilnehmende des Radiopharmacy Forum Dresden 2026 vor einer Sponsorenwand der Veranstaltung.
 
Tina Schmidt, Dr. Peggy Jungke, Volker Naulin, Claudia Kaibler-Willner
 
Tina Schmidt, Dr. Peggy Jungke, Volker Naulin, Claudia Kaibler-Willner
 
Tina Schmidt, Dr. Peggy Jungke, Volker Naulin, Claudia Kaibler-Willner
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